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Komm ,Komm,Komm,

mein Schatz,nimm an meiner Seite Platz.

Mit der Bimmel Bummel Bahn fahren wir nach küllenhahn.

Und dort steigen wir aus und fahren ins grüne hinaus.

Grüss mirmein Wuppertal mit seinen Bergen und mit seiner Schwebebahn.

Dort wo der Amboss klingt und wo die Wupper rauscht,

da ist meine Heimat,da ist mein zu Haus. 

 


HR, v.l.: Karsten Baumann, Ales Kohout, Nico Reckert, Marc Narewsky, Markus Bayertz, Noel Kipre, Sascha Walbröhl, Vladimir Hyza; MR, v.l.: Manager/Co-Trainer Thomas Richter, Co-Trainer Christian Broos, Trainer/Sportdirektor Georg Kreß, Sven Steup, Thomas Rietz, Jaques Goumai, Jean-Luis Tavarez, Michael Borzek, Björn Mehnert, Physiotherapeut Armin Stein, Obmann Frank Lehnkering, Zeugwart Dirk Lueg; VR, v.l.: Marc Bach, Andreas Gensler, Christian Maly, Oliver Ebersbach, Florian Wardi, Daniel Schell, Mike Terranova, Frank Klemmer

Die Geschichte des WSV!

 

 

Der WSV ist bekanntlich das "Kind" aus der Ehe zwischen den Traditionsvereinen SSV 04 und der TSG Vohwinkel 80, doch kann man beim besten Willen nicht behaupten, dass es sich hierbei um eine "Neigungsehe" geschweige denn eine "Liebesheirat" gehandelt hat. Im Gegenteil: Als die Gerüchte durch das Tal geisterten, dass die beiden Clubs sich mit Fusionsgedanken trügen, da hagelte es verbale Breitseiten.

"Was, wir und die Speckjäger ? Niemals !" schimpfte man in Vohwinkel, wo es eine Art Klassenhass auf die gutsituierten Elberfelder gab, die besser über die Währungsreform gekommen waren und deshalb "Speckjäger" genannt wurden. In Elberfeld hießen die TSGer nur die "Füchse" (wahrscheinlich weil der Name Vohwinkel aus "Fuchswinkel" entstanden ist) und denen brachte man in Fan-Kreisen keineswegs Sympathien entgegen. Dabei hatten die Spieler beider Clubs durchaus gezeigt, dass sie "miteinander" konnten, denn eine Kombination SSV / Vohwinkel hatte vor 25.000 Zuschauern immerhin Manchester City 2:0 geschlagen und dem Pokalsieger VfB Stuttgart eine 4:2 Schlappe beigebracht.

Doch bekanntlich bestehen Vereine dieser Größenordnung nicht nur aus Fußballmannschaften, sondern aus vielen, vielen Mitgliedern, die sich auf die Tradition ihres Clubs etwas zugute halten. Da waren beispielsweise die Leichtathleten des SSV mit ihrem Stimmen-Paket und die Turner bei der TSG Vohwinkel. In beiden Vereinen bildeten die "Traditionalisten" und die, die nur in einer Fusion eine aussichtsreiche Zukunft sahen, stramme Fraktionen. Am 10. Juni 1954 luden beide Vereine zu Generalversammlungen ein. Tagesordnungspunkt Nr. 1: Fusion !

Im Elberfelder Gymnasium Aue trafen sich die blau-weissen SSVer, die trotz des "Speckjäger-Images" von einer Finanzkrise bedroht waren. Und das im Jahr ihres fünfzigjährigen Bestehens. Die Erinnerung an glanzvollere Tage (und die mit wachsendem zeitlichen Abstand ja immer strahlender) wurde wach.

Es wurde allen Ernstes von Verrat an dem Verein gesprochen, der am 31. Januar 1904 in Unterbarmen als Bergischer Wintersportverein gegründet und später als SSV Wuppertal unter Werner Closterhafens Vorsitz berühmt wurde. Grosse internationale Spiele gegen Slavia Prag, MTV Budapest rückten ins Gedächtnis. Und die Bemühungen von Fußball-Idol Fritz Szepan, den SSV als Trainer wieder zu Höchstleistungen zu bringen. Sollte das alles umsonst gewesen sein ? Den Altvorderen traten die Tränen in die Augen.

Doch es gab auch andere beim SSV, so beispielsweise den damals 55 Jahre alten Dr. Karl Spieckhoff, Schatzmeister Paul Hoegen oder Max Christ. Für sie war klar, dass ein Zusammenschluss im Wuppertaler Vertragsfußball kommen musste. Und unterstützt wurden sie von dem damaligen Oberbürgermeister Heinrich Schmeißing, der sich großer Popularität erfreute. Er erklärte den bedrückten Mitgliedern, dass Tradition eine, Fortschritt und Aussicht auf sportlichen Erfolg eine andere Sache sei. Doch ob all das Zureden helfen würde ? Mit Bangen sah man der Abstimmung entgegen, doch sie brachte ein gerade zu sensationelles Ergebnis: 350 stimmten für und nur 3 Mitglieder gegen die Fusion ! Tosender Applaus !

Doch zur Ehe gehören bekanntlich zwei; und der andere Partner wehrte sich mit Händen und Füssen. Im Vohwinkeler Gymnasium Mackensenstrasse ging es heiß her. Und wer für die Fusion sprach, der erfreute sich ähnlicher Sympathien wie beispielsweise Bundeskanzler Schröder auf einem CDU-Treffen. Selbst die goldenen Worte von OB Heinrich Schmeißing fielen nicht auf fruchtbaren Boden ... sie wurden nämlich gar nicht gehört. Die Abstimmungsniederlage für die Fusion fiel vernichtend aus. Doch der damalige TSG-Vorsitzende Wolfgang Entner und seine Mitarbeiter Herbert Jansen, Helmut Zimmermann, Heinrich Peters, Willi Hammer und August Aeckersberg gaben nicht auf.

Zunächst beraumte man eine erneute Abstimmung auf den nächsten Tag an und entwickelte bis dahin Krisen-Diplomatie, die manchem Politiker zur Ehre gereicht hätte. Auch sie mussten gegen Traditionen kämpfen, denn die TSG war fast 75 Jahre alt und stolzer auf die Vergangenheit als der SSV. Und der Zukunft sah man eigentlich auch recht frohen Mutes entgegen, denn schließlich hatte man den Oberliga-Aufstieg nur knapp verpasst. Doch die "Geheim-Diplomaten" hatten ihr Meisterstück gemacht. Die Diskussionen während der Nachtstunden hatten ihre Wirkung nicht verfehlt: 281 Vohwinkeler waren für die Fusion, nur noch knapp 55 dagegen.

Am 8. Juli 1954 war es dann soweit: In der für diesen Zweck viel zu kleinen Turnhalle des Stadions waren 732 Mitglieder aus beiden Clubs gekommen, um den neuen Großverein aus der Taufe zu heben. Die allgemeinen "Auf-zu-neuen-Taten-Stimmung" ließ kaum noch Einwände zu; zumal als Heinrich Schmeissing wieder das Wort ergriff.

Die Fusion war praktisch beschlossene Sache, doch auch am "Schall und Rauch" der Name und Farben entzündeten sich noch die Diskussionen. Der "1. FC Wuppertal" passte denen nicht, die wenig mit Fußball im Sinn hatten, und "Bergischer Sportverein" war den meisten doch zu global. "Eintracht" hatte es auch vielen angetan, aber da ertönte es aus einer Ecke und wurde zu einem Ruf wie Donnerhall "We-Es-Vau --- We-Es-Vau". Der Wuppertaler SV war geboren.

 

 

                                                                              

 

 



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